Autor: Lia Buchner

Jakobsweg Teil 3

Im Mai 2019 setzen wir unseren Jakobsweg mit dem dritten Abschnitt fort. Wir starten in St. Julien-Molin-Molette (südlich von Lyon), folgen den letzten Tagesetappen der Via Gebennensis bis zum berühmten französischen Wallfahrtsort Le Puy-en-Velay…

Termin: 11. Mai bis 2. Juni 2019

Vita est peregrinatio

Pilgern ist mehr als nur lange gehen.

Pilgern ist der Weg zu Dir, zu Deinem wahren Selbst. Überlasse Dich dem Weg und er wird zu Deinem Lehrmeister. Er lehrt Dich das Annehmen – das Wetter annehmen wie es ist, die Herbergen, die Weggefährten, auch die Umwege und Irrwege. So vieles in unserem Leben können wir nicht wirklich beeinflussen, und doch mühen wir uns endlos ab, die Dinge zumindest ändern zu wollen. Wie beglückend ist es, sie einfach annehmen zu können.

Der Weg lehrt Dich die Reduktion – schnell wirst Du merken, dass Dein sorgsam erwogenes Gepäck noch immer viel zu viel ist. Dass sich in Deinem Leben viel zu viele Dinge angesammelt haben. Was wir wirklich brauchen, ist so wenig: Lachen, vertraute Gefährten, Wasser, ein paar…

Feldweg

Aufbrechen

Pilgern heißt Aufbrechen,
heißt der Sehnsucht folgen,
Fesseln sprengen, Neues wagen.

Pilgern heißt Unterwegssein mit Leib und Seele,
mit ganzem Herzen Dich neu entdecken.

Pilgern heißt, auf dem Weg zur Mitte Dich selbst einzusammeln –
und am Ende wirst Du bei Dir ankommen.

Morgenstund

Begleitetes Pilgern

Pilgern ist in jeder Hinsicht eine Heraus­forderung – körperlich, seelisch und spirituell.

Doch wir suchen auf unserem Weg die Erfüllung, nicht die Entbehrung. Daher pilgern wir mit Begleitfahrzeug für das Gepäck

Pilgerweg durch Mohn

So funktioniert endlich pilgern

Grundsätzlich brauchst Du Dich unterwegs um nichts weiter zu kümmern, als Deinen Weg zu gehen. Für alles andere sorge ich.
Vor der Abreise bekommst Du eine Packliste, den Etappenplan, Literaturempfehlungen für Deine persönliche Vorbereitung.

Lia Buchner

Über mich

Mein erster Pilgerweg hat mich im Frühjahr 2016 von Assisi nach Rom geführt. Der Ruf zum Aufbruch war nachdrücklich, und dann ging alles ganz wunderbar einfach. Ein Telefonat mit Lisa Kutmon, ein Blick in den sonst übervollen Kalender – und 14 Tage später stand ich mit meinen Mitpilgern in der Basilika des Franziskus in Assisi und erhielt den Pilgersegen. Ich habe sehr viel gelernt auf diesen 300 Kilometern. Ich habe etwas über das Annehmen gelernt – das Wetter annehmen, den Weg, die Herbergen, auch die Weggefährten. So vieles kann ich nicht wirklich beeinflussen, und doch habe ich mich jahrelang abgemüht, die Dinge zumindest ändern zu wollen. Wie beglückend ist es, sie einfach annehmen zu können. Über die Reduktion habe ich wohl am meisten gelernt. Jeder von uns hatte sein Gepäck sorgsam erwogen und wir alle merkten schnell, dass es noch immer viel zu viel war. Was wir wirklich brauchen, ist so wenig: Lachen, vertraute Gefährten, Wasser, ein paar Happen zu essen, ein paar Lieder im Gedächtnis, und unseren Weg. Wie erleichternd, zu begreifen, was ich …